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Ganz Aktuell

Flyer "10 Gründe nicht die AfD zu wählen..."

 

Flyer "Was wäre Weimar ohne..."

 

Von AfD bis Querdenker:innen: neue Ausstellung des vvn-bda gibt einen Überblick über neueste neofaschistische Entwicklungen in Deutschland

Wissenswertes

Rechtsextremismus
und Zivilgesellschaft
in Deutschland, Thüringen,
Weimar und Weimarer Land

Zeitzeugen im Gespräch 2018: Barney Sidler

Auch dieses Jahr veranstalten wir gemeinsam mit der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora ein Zeitzeugengespräch – anlässlich des 73. Jahrestages der (Selbst-)Befreiung des KZ Buchenwald ist der ehemalige Häftling Barney Sidler unser Gast.

Biografisches

Barney Sidler kam als Beniek Ajnszydler am 19. März 1933 in Deblin, Polen, zur Welt. Im Januar 1945 wurde er aus einem Arbeitslager in Polen nach Buchenwald deportiert, wo er als 12-Jähriger am 11. April 1945 die Befreiung durch die US-Armee erlebte. Sein Vater und viele weitere Familienmitglieder überlebten den Krieg nicht. In den Jahren nach dem Krieg gelang es ihm, seine Geschwister in den USA wiederzufinden. Beruflich war er in einem Versicherungskonzern erfolgreich tätig. Er heiratete und bekam mit seiner Frau Anita drei Töchter. Heute ist er stolzer Großvater von neun Enkelkindern.

Das Foto zeigt Barney Sidler im Mai 2017 in der Gedenkstätte Buchenwald. In der Hand hält er eine Aufnahme, die von einem Soldaten der 3. US-Armee kurz nach der Befreiung gemacht wurde. Es hängt heute im Holocaust Museum in Washington D.C.

Termin // Samstag, 14.4.2017, 19.30 Uhr, Jugend- und Kulturzentrum mon ami, Goetheplatz 11, 99423 Weimar
Moderation // […]
Veranstalter // Eine gemeinsame Veranstaltung des Bürgerbündnisses gegen Rechtsextremismus Weimar und der Gedenkstätte Buchenwald 
Ausschlussklausel // Entsprechend § 6 Absatz 1 Versammlungsgesetz sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Veranstaltung ausgeschlossen.

3. Plenum Gedenk-/Protestbündnis Februar 2018

Liebe Mitstreiter*innen, für Montag, den 8. Januar möchten wir euch zu unserem nächsten, dem bereits dritten Protestbündnis-Plenum für den Februar 2018 einladen. Es haben sich beim Auftakt Anfang November bereits viele spannende und interessante Ideen ergeben, die wir mit euch gemeinsam weiter beraten und vorantreiben wollen.

Wer bei den ersten beiden Treffen nicht dabei sein konnte: Es macht nix, kommt trotzdem vorbei :)

Termin // Montag, 8.1.2018, 18:00 Uhr, Jugend- und Kulturzentrum mon ami, Goetheplatz 11, 99423 Weimar
Ausschlussklausel // Entsprechend § 6 Absatz 1 Versammlungsgesetz sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Veranstaltung ausgeschlossen.

„Charlotte Salomon. Es ist mein ganzes Leben“ – Lesung und Gespräch mit der Autorin Margret Greiner

Eine Veranstaltung anlässlich des Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar

Als die Malerin Charlotte Salomon im Alter von 26 Jahren in Ausschwitz ermordet wurde, hinterließ die junge Künstlerin ein überwältigendes autobiografisches Werk, das Gattungsgrenzen überschreitet und von ihrem unbedingten Lebenswillen zeugt: Im letzten Jahr ihres Lebens schuf sie mehr als tausend Bilder, aus denen sie knapp 800 auswählte, unter dem Titel „Leben? oder Theater? Ein Singespiel“ bündelte und einem Vertrauten übergab mit den Worten: „Es ist mein ganzes Leben.“ Margret Greiner nimmt in ihrer Biografie nun erstmals die intensiven Bilder als erzählerischen Ausgangspunkt. Mit großer Nähe zu Salomons Werk entwickelt Margret Greiner eine dichte Schilderung, die einen neuen und einzigartigen Zugang zum Leben von Charlotte Salomon ermöglicht.

1917 geboren, wächst diese in einem jüdischen Elternhaus in Berlin auf. Aufgrund der Selbstmorde der Frauen in der Familie und die Bedrohung durch den Nationalsozialismus ist der Tod allgegenwärtig. Als Jüdin diskriminiert und aus der Kunsthochschule gedrängt, wird Charlotte ins Exil nach Südfrankreich geschickt. Voller Hingabe beginnt sie, wieder zu malen. Salomons fast 800 Gouachen wurden 1961 in Amsterdam erstmals ausgestellt, um anschließend für mehrere Jahrzehnte kaum Beachtung zu bekommen. Erst in den letzten Jahren wird die Künstlerin wieder vermehrt und auch international gewürdigt – ihre Werke wurden zuletzt unter anderem in den Jüdischen Museen in Frankfurt und Berlin, in Bochum, im Museum der Moderne in Salzburg und in Nizza gezeigt.

Margret Greiner studierte Germanistik und Geschichte in Freiburg i.Br. und München. Sie hat sich immer wieder mit außergewöhnlichen Frauenleben beschäftigt, zuletzt erschienen die erzählten Biografien „Auf Freiheit zugeschnitten. Emilie Flöge: Modeschöpferin und Gefährtin Gustav Klimts“ und „Charlotte Berend-Corinth und Lovis Corinth: Ich will mir selbst gehören“. Margret Greiner lebt in München.

Eintritt drei

Termin // Montag, 29.1.2018, 19.30 Uhr, Gewölbekeller der Stadtbücherei, Steubenstraße, Weimar
Infos // Facebook-Veranstaltung
Buch-Infos // Margret Greiner: „Charlotte Salomon. Es ist mein ganzes Leben“, gebundenes Buch mit Schutzumschlag, ISBN: 978-3-8135-0721-8, € 19,99 [D] , erschienen am  27.03.2017 im Knaus Verlag in der Verlagsgruppe Random House
Veranstalter // Kulturdirektion Weimar, Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus Weimar, Stadtbücherei Weimar und Landeszentrale für politische Bildung Thüringen
Ausschlussklausel // Entsprechend § 6 Absatz 1 Versammlungsgesetz sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Veranstaltung ausgeschlossen.

Veranstaltungen zum Pogromgedenken am 9. November in Weimar

Liebe Mitstreiter*innen, wir möchten euch sehr gerne einladen zu den beiden Gedenkveranstaltungen am 9. November um 15.30 Uhr in der Gedenkstätte Buchenwald und um 18 Uhr auf dem Jüdischen Friedhof in Weimar.

I — Gedenkstätte Buchenwald

Weimar. „Plötzlich schrie ein Mann: ‚Ich habe für Deutschland gekämpft. Ich lag über vier Jahre an der Front. Ich bin deutscher Jude. 2.000 Jahre verfolgt man uns schon und ihr wollt ein Kulturvolk sein!‘ Man schleppte ihn zur Seite. Er bekam gleich eine Sonderbehandlung. 25 Stockschläge auf den nackten Hintern. Der Mann schrie, man hörte so richtig, wie der SS-Mann ausholte, die Luft schnitt mit dem Stock, daß es nur so pfiff [...] Ich dachte an Weimar, Buchenwald, Goethe. Ich begriff nichts mehr." So erinnert Julius Katz den offenen Antisemitismus, die Beschimpfungen und die körperliche Gewalt, denen er und die anderen jüdischen Männer im Konzentrationslager Buchenwald ausgesetzt waren.

In den frühen Morgenstunden des 10. November brennen überall in Deutschland die Synagogen. Juden werden aus ihren Wohnungen geschleppt, zusammengetrieben, geschlagen oder ermordet. Als der Tag anbricht, stehen Schaulustige vielerorts vor verkohlten Gebäuderesten – sehen zu, wie die SA das Mobiliar auf die Straße wirft und Geschäfte plündert. Manche machen mit, viele sind wie gelähmt. Einmal mehr, aber wie nie zuvor öffentlich, demonstrieren die Nationalsozialisten, dass sie über blutige Gewalt nicht nur reden. Nach dem Pogrom lässt die Gestapo etwa 30.000 jüdische Deutsche verhaften und in Konzentrationslager bringen. Sie sollen – so der Auftrag der SS – Todesangst erleben. Alles ist darauf ausgerichtet, ihnen die Würde zu nehmen und sie auszuplündern.

In Weimar spricht es sich herum, dass die SS Juden über das Bahnhofsgelände jagt und zum Ettersberg bringt. Allein in das dortige KZ Buchenwald verschleppt sie 9.845 Männer aus ganz Deutschland. Die SS hält sie in einer abgegrenzten Zone westlich des Appellplatzes in fünf scheunenartigen Baracken gefangen. Das Areal ist mit Stacheldraht umzäunt. Tagelang kommt hier niemand zum Ausruhen. Die Lebensbedingungen sind menschenunwürdig, sanitäre Einrichtungen gibt es kaum.

Den Ort des jüdischen Sonderlagers 1938 markiert heute ein Gedenkstein. Dort wird am Donnerstag, dem 9. November 2017, um 15.30 Uhr, an die damaligen Ereignisse erinnert: an der Stiftung tätige Internationale Freiwillige verlesen Berichte von Zeitzeugen.

(Quelle: © Gedenkstätte Buchenwald)

Termin // Donnerstag, 9.11.2017, 15:30 Uhr, Gedenkstein jüdisches Sonderlager 1938, Gedenkstätte Buchenwald
Veranstalter // Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora
Info // Webseite der Gedenkstätte Buchenwald

II — Jüdischer Friedhof

… mit Wortbeiträgen von Pfarrer Hardy Rylke und Karin Schrappe (VVN) und Musik von „Fork & Fiddle“ (Männer bitte mit Kopfbedeckung!)

Termin // 9.11.2017, Treff: 17.40 Uhr Marstall, Gang von dort zum Jüdischen Friedhof, hier 18 Uhr Beginn
Veranstalter // Evangelisch Lutherische Kirchengemeinde Weimar, Ökumenische Studentengemeinde, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) Weimar

„Zwischen Opfermythen und Heldenkult“ – Vortrag und Diskussion

Liebe Mitstreiter*innen, wir möchten euch gemeinsam mit MOBIT und der Landeszentrale für politische Bildung sehr herzlich zu unserer (über-)nächsten November-Veranstaltung „,Zwischen Opfermythen und Heldenkult‘ – Erinnerungsorte der extremen Rechten“ einladen.

Für die extreme Rechte in Deutschland spielt der Umgang mit „Geschichte“ eine wichtige Rolle. Der historische Nationalsozialismus bildet in diesem Kontext nach wie vor einen zentralen Bezugspunkt. Die Verbrechen des NS-Regimes werden entweder geleugnet oder stark relativiert. Das Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung, wird als „Schuld-Kult“ diskreditiert. Darüber hinaus versuchen die AkteurInnen der extremen Rechten – von den so genannten ‚RechtspopulistInnen‘ bis hin zu militanten Neonazis jedoch auch eigene „Erinnerungsorte“ zu schaffen, die nicht nur topografische Orte, sondern auch Erzählungen, Mythen und spezifisch gedeutete Ereignisse umfassen können. Sie müssen sich nicht zwangsläufig auf den Nationalsozialismus beziehen und pendeln zwischen Opfererzählungen und heroisierenden Narrativen. Erinnerungsorte sollen eine identitätsstiftende, vergemeinschaftende Funktion erfüllen. Sie finden ihren Ausdruck in Inszenierungspraktiken, wie etwa Aufmärschen und Kundgebungen, anlässlich der Jahrestage der Bombardierungen deutscher Städte während des Zweiten Weltkriegs oder im so genannten ‚Heldengedenken‘ rund um den Volkstrauertag. Sie spiegeln sich aber auch in unter den AkteurInnen der extremen Rechten ständig abrufbaren Themen und Begriffen.

In dem von Martin Langebach und Michael Sturm herausgegebenen Sammelband werden einige dieser Erinnerungsorte vorgestellt. Die Autorinnen und Autoren analysieren deren symbolische Aufladung, dekonstruieren die daran geknüpften Mythen und fragen nach der strategischen Bedeutung dieser Erinnerungsorte für extrem rechte Politikkonzepte. Im Rahmen der Veranstaltung analysiert Michael Sturm die zentralen geschichtspolitischen Argumentationsmuster der extremen Rechten. Diskutiert werden soll aber auch, wie demokratische Erinnerungskulturen gestaltet werden können, um keine Anknüpfungspunkte für rechtsextreme Aneignungs- und Vereinnahmungsversuche zu bieten. (Textquelle: © Michael Sturm, MOBIT, LZT)

Termin // Montag, 13.11.2017, 19 Uhr, Jugend- und Kulturzentrum mon ami, Goetheplatz 11, 99423 Weimar
Referent // Michael Sturm M.A., Historiker (Geschichtsort Villa ten Hompel, Münster)
Infos // Facebook-Veranstaltung
Buch-Infos // „Erinnerungsorte der extremen Rechten“, Martin Langebach und Michael Sturm (Hrsg.), Springer VS 2015, Taschenbuch, 304 Seiten, ISBN-13: 978-3658001308, 39,90 €
Veranstalter // Mobile Beratung in Thüringen (MOBIT), Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus Weimar
Ausschlussklausel // Entsprechend § 6 Absatz 1 Versammlungsgesetz sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Veranstaltung ausgeschlossen.

„Die Kinder von Himmlerstadt“ – Film und Gespräch

Weimars heutige Partnerstadt Zamość unter deutscher Besatzung: 1942/43 planten die deutschen Besetzer, Zamość und die umliegenden 300 Dörfer nach Aussiedlung, „Pazifikationen“ und Vernichtungsaktionen zu „germanisieren“, um den eroberten Ostraum zu sichern. Wir zeigen den bewegenden Dokumentarfilm und führen im Anschluss ein Gespräch mit der Regisseurin.

Der Film versucht, den Ereignissen vor 75 Jahren nachzugehen. Augenzeugen, die diese mörderische Aktion als Kinder miterlebten, berichten von den verschiedenen Stationen ihres Leidensweges: der Aussiedlung, dem Auffanglager Zamość, den Zugtransporten kreuz und quer durch Polen. Der Film zeigt jedoch auch Beispiele des Widerstandswillens und der menschlichen Liebe der Bevölkerung. Eine Frau berichtet von einer Kinderrettungsaktion und der mächtigen Demonstration bei der Beerdigung der erfrorenen und verhungerten Kinder. Herr Zamoyski erzählt von einem einfachen Bauern, der sich trotz Lebensgefahr nicht abschrecken ließ, den Kindern im Lager Nahrung zu bringen. Diese Augenzeugenberichte werden ergänzt durch weitgehend unbekanntes dokumentarisches Film- und Fotomaterial aus polnischen Archiven.

Der Film will kein lückenloses Gesamtbild rekonstruieren, vielmehr tastet er sich facettenartig an dieses unmenschliche Geschehen heran. Filmauszeichnungen: Fipresci-Preis und weitere 11 Auszeichnungen auf Internationalen Filmfestivals.

Im Anschluss an den Film findet ein Gespräch mit der Regisseurin Elke Jonigkeit-Kaminski und dem Publikum statt. Moderation: Andy Faupel, stellvertretender Pressesprecher der Stadt Weimar.

Der Eintritt ist frei.

Termin // Montag, 27.11.2017, 19 Uhr, Kommunales Kino mon ami, Goetheplatz 11, 99423 Weimar
Film-Infos // Eine Produktion von Circe-Film und POLTEL, Warszawa, unterstützt vom Filmbüro Nordrhein-Westfalen und der Landeshaupstadt Düsseldorf — BRD 1983, Regie: Elke Jonigkeit-Kaminski und Hartmut Kaminski, Dauer: 30 Minuten
Infos // Facebook-Veranstaltung
Veranstalter // Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus Weimar in Kooperation mit der Kulturdirektion Weimar, dem Kommunalen Kino mon ami und dem Weimarer Dreieck e.V.
Ausschlussklausel // Entsprechend § 6 Absatz 1 Versammlungsgesetz sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Veranstaltung ausgeschlossen.

„,Stimmen.Vielfalt‘ – Lasst uns singen. Für Buntheit und Vielfalt, gegen Hass und Angst!“

Das Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus Weimar in Kooperation mit dem Chorverband Thüringen e.V. laden am Vortag der Bundestagswahl ein zum Fest „,Stimmen.Vielfalt‘ – Lasst uns singen. Für Buntheit und Vielfalt, gegen Hass und Angst!“. 14 Chöre aus Weimar und Umgebung singen für und mit uns.

Mitwirkende Chöre

  • Opernchor des Deutschen Nationaltheaters Weimar
  • Seniorinnenchor der Volkssolidarität Bürgerzentrum Weimar-West
  • Hartchor Weimar
  • The Jakob Singers
  • Männergesangsverein Tiefurt
  • Chor des Schillergymnasiums Weimar
  • VocaLisa Weimar
  • Frauenchor Lyra Weimar
  • Handwerkerchor Weimar
  • Collegium Canticum Weimar und Chor des Musikgymnasiums Weimar
  • Philharmonischer Chor Weimar
  • Chor der Kirchgemeinde Großobringen
  • Chor der Lebenshilfe Weimar/Apolda


„Niemand wird mit dem Hass auf andere Menschen wegen ihrer Hautfarbe, ethnischen Herkunft oder Religion geboren. Hass wird gelernt. Und wenn man Hass lernen kann, kann man auch lernen zu lieben. Denn Liebe ist ein viel natürlicheres Empfinden im Herzen eines Menschen als ihr Gegenteil.“ (Nelson Mandela)

Termin // Samstag, 23.9.2017, ab 14.00 Uhr, Weimar, Theaterplatz, Platz am Donndorfbrunnen, Rittergasse, Herderplatz; Gegen 16 Uhr finden sich die Chöre zum gemeinsamen Singen auf dem Theaterplatz ein.

Fahrradtour „Wider das Verggessen“ anlässlich des Jahrestages der Errichtung des KZ Buchenwald

Auch dieses Jahr adeln wir am Weltfriedenstag auf den Spuren der Geschichte. Dieses Jahr führt uns die Tour zum Gedenk-Areal nach Bad Sulza. Dort befand sich das Vorläufer-KZ des Konzentrationslagers Buchenwald. 1937 dann wurde es auf den Ettersberg bei Weimar „verlegt“. Häftlinge aus Bad Sulza haben das Lager in Buchenwald selber erbaut.

Vor 80 Jahren: Verlegung des KZ Bad Sulza nach Buchenwald – 1937–2017

Seit Beginn der 1950er Jahre in der damaligen DDR und seit 1966 in der Bundesrepublik wird der 1. September als Weltfriedenstag oder Antikriegstag begangen. Am 1. September 1939 griff die Wehrmacht Polen an, der zweite Weltkrieg begann. Das Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus organisiert seit einigen Jahren zum Weltfriedenstag Radtouren zu verschiedenen Mahn- und Gedenkstätten in Mittelthüringen.

In 2017 wird die Radtour wider das Vergessen von Weimar entlang des Ilmradwegs nach Apolda und weiter nach Bad Sulza führen. Wir erhalten zunächst einen Einblick in das jüdische Leben Apoldas am Beispiel der Familie Prager. Die Tour führt anschließend zu den Erinnerungsorten des bis vor 80 Jahren in Bad Sulzas existierenden Konzentrationslagers, welches dann nach Buchenwald verlegt wurde. Auch an das in Bad Sulza existierende Kriegsgefangenenlager werden wir erinnern und den Toten auf dem Friedhof gedenken.

Das BgR-Weimar bedankt sich bei der Gedenkstätte Buchenwald, dem Allgemeine Deutsche Fahrradclub Weimar/Weimarer Land sowie dem Prager-Haus-Verein und dem Bürgerbündnis „Netzwerk buntes Weimarer Land“ für deren Unterstützung.

Termin // Samstag, 2.9.2017, Treff: 10 Uhr Goetheplatz, Weimar; 12 Uhr Prager-Haus, Apolda
Hinweise // Länge 29 km, reine Fahrtzeit ca. 1:45 Stunden, überwiegend gut befestigte Wege, Selbstverpflegung, Einkaufsmöglichkeit in Apolda

Thüringen – das Festivalland der extremen Rechten?!

Vortrag von Jan Raabe.

Thüringen hat für die extreme Rechte ­bundesweit eine zentrale Funktion als Austragungsort für ­neonazistische Konzerte. Dabei geht es einerseits um angemeldete ­Konzerte in etablierten Räumen wie dem ­Veranstaltungszentrum in Kircheim, andererseits um professionell ­organisierte Großveranstaltungen, die in der Vergangenheit teils tausende Neonazis anziehen konnten.

Thüringen steht im Zentrum der Rechtsrockszene: Nicht nur wegen seiner verkehrsgünstigen Lage, sondern auch, weil Neonazis die Erwartung hegen, auf geringen zivilgesellschaftlichen ­Widerstand zu stoßen. Während der Rechtsrock-­Boom bundesweit ins Stocken geraten ist und die Anzahl an Konzerten in vielen Bundesländern sogar rückläufig ist, kann davon in Thüringen keine Rede sein. Im Sommer stehen in unserem Bundesland eine ganze Reihe herausragender neo­nazistischer Musikveranstaltungen an. Der »Eichsfeldtag« der NPD am 6. Mai und der »Thüringentag der nationalen Jugend« am 10. Juni in Gotha stellen dabei nur das Vorprogramm da. Es folgen das 14. »Rock für Deutschland« der NPD in Gera am 1. Juli und das 2. »Rock gegen Überfremdung« an bisher unbekanntem Ort am 15. Juli. Höhepunkt und »Saisonabschluss« dürfte das »Rock für Identität« am 29. Juli sein. Zum Vorläuferkonzert 2016 kamen ca. 3 500 Teilnehmer*innen.

Jan Raabe (Argumente und Kultur ­gegen Rechts e.V.), Co-Autor der LZT-Publikation »Rechtsrock – Made in Thüringen« wird in seinem Vortrag Geschichte, Entstehungs- und Erfolgsbedingungen dieser rechtsextremen Festivals in Thüringen beleuchten.

Termin // Dienstag, 6. Juni 2017, 19 Uhr, Jugend- und Kulturzentrum mon ami, Goetheplatz 11, 99423 Weimar
Veranstalter // Landeszentrale für politische Bildung Thüringen in Kooperation mit dem Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus Weimar
Ausschlussklausel // Entsprechend § 6 Absatz 1 Versammlungsgesetz sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Veranstaltung ausgeschlossen.

Zeitzeugen im Gespräch 2017: Alina Dąbrowska

Auch dieses Jahr veranstalten wir gemeinsam mit der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora ein Zeitzeugengespräch – anlässlich des 72. Jahrestages der (Selbst-)Befreiung des KZ Buchenwald.

Öffentliches Zeitzeugengespräch am Samstag, den 8. April, mit dem ehemaligen Häftling Alina Dąbrowska des Konzentrationslagers Buchenwald.

Biografisches

Alina Dąbrowska studierte nach dem Krieg Völkerrecht und arbeitete lange Jahre im polnischen Außenministerium. 1923 in Biała in der Nähe von Łódź geboren, lebt sie heute in Warschau und engagiert sich in der historischen Bildung. Wenn sie mit jungen Menschen über ihre Erfahrungen in deutscher Gefangenschaft in Łódź, Auschwitz, Ravensbrück und Buchenwald spricht, mahnt sie an: „Man braucht nicht meine Tränen, man braucht Erzählungen und Begegnungen.”

Termin // Samstag, 8.4.2017, Jugend- und Kulturzentrum mon ami, Goetheplatz 11, 99423 Weimar
Moderation // Ronald Hirte (Gedenkstätte Buchenwald)
Veranstalter // Eine gemeinsame Veranstaltung des Bürgerbündnisses gegen Rechtsextremismus Weimar und der Gedenkstätte Buchenwald
Ausschlussklausel // Entsprechend § 6 Absatz 1 Versammlungsgesetz sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Veranstaltung ausgeschlossen.

Spendensammlung für einen Internet-Anschluss für Geflüchtete in Weimar – Wer hilft mit?

Das Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus Weimar möchte gemeinsam mit den Freifunkern Weimar für eine zweite Geflüchtetenunterkunft in Weimar Internet zur Verfügung stellen.

In der ersten Unterkunft ist uns dies bereits mithilfe von Finanz- (Finanzierung Internet-Anschluss-Vertrag) und Sach-Spenden (Router) gelungen, den dort Wohnenden den Kontakt ins World Wide Web zu ermöglichen. Oft ist dies die einzige Möglichkeit, mit zurück gelassenen Familienmitgliedern Kontakt zu halten oder sich mit Nachrichten zu versoren, da es Zeitungen und Zeitschriften oder Fernsehen in ihrer Sprache (noch) nicht gibt.

Helfen Sie/helft ihr mit, auch den zweiten Standort in Weimar für mindestens 24 Monate (Mindestdauer eines Internet-Vertrages) mit einem Anschluss zu versorgen. Dafür benötigen wir ca. 1.100,00 Euro. Diese Summe entspricht ungefähr einem Vertragsangebot mit einer Leistung von ca. 100 MBits. Mit dieser Stärke gewährleisten wir eine gute WLAN-Netzverfügbarkeit im gesamten Gebäude mit einer angemessenen Geschwindigekit auch bei Vielnutzung.

Für die Verteilung des Signales im Gebäude weiter in die Räume haben die Freifunker Weimar ihre Unterstützung zugesagt – wie sie auch schon großartige Hilfe beim ersten Mal geleistet haben.

Über jede Spende – sei sie klein oder groß – freuen wir uns sehr. Je nach Ihren Möglichkeiten. Eine Spendenquittung wird von Betterplace.org im Februar des Folgejahres versandt. Einen großen Dank an alle, die uns hier unterstützen!

Spenden-Link // Hier geht’s unkompliziert und schnell: Betterplace.org

Eine Spende kann auch gleich auf unser Konto eingezahlt werden:

Spendenkonto // Verein zur Förderung von Demokratie und Toleranz e.V. Weimar und Weimarer Land, IBAN: DE17 8205 1000 0163 0631 33, BIC: HELADEF1WEM, Sparkasse Mittelthüringen, Stichwort: Internet für Geflüchtete

Präsentation der Kurzfilmreihe „… keinen Meter deutschen Boden …“

Die extreme Rechte in Thüringen – eine Filmtour von Filmpiraten und MOBIT

Mehr als 120 rassistische Demonstrationen, fast 50 Rechtsrock-­Veranstaltungen und zahlreiche neue extrem rechte Organisationen: Die extreme Rechte in Thüringen ist so aktiv wie lange nicht. Fast ein Jahr haben die Filmpiraten mit der Kamera diese Entwicklung begleitet und mit dem mobit-Team gemeinsam eine Filmreihe entwickelt. Dabei sind mehrere Kurzfilme entstanden, die wir euch am 15. November vorstellen wollen. Im Anschluss bleibt Raum für eine offene Diskussion zum Film und zum Umgang mit rechtsextremen Aktivitäten in der Region. Dafür stehen euch unter anderem Vertreter*innen von mobit e.V. Rede und Antwort.

Termin // Dienstag, 15.11.2016, 19 Uhr, Kommunales Kino im mon ami, Goetheplatz 11, 99423 Weimar
Veranstalter // Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus Weimar in Kooperation mit den Wahlkreisbüros der Landtagsabgeordneten Astrid Rothe-Beinlich (Bündnis 90/Die Grünen), Diana Lehmann (SPD) und Steffen Dittes (DIE LINKE)
Förderung // Gefördert durch Denkbunt – Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport
Ausschlussklausel // Entsprechend § 6 Absatz 1 Versammlungsgesetz sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Veranstaltung ausgeschlossen.

Neonazismus und Rassismus in der DDR und die Folgen bis heute

Vortrag und Gespräch mit dem Historiker Dr. Harry Waibel

Über 8.600 neonazistische, rassistische und antisemitische Propaganda- und Gewalttaten sind für die DDR belegt, bei denen es tausende Verletzte und mindestens 10 Tote gegeben hat. Rassismus, Neonazismus und Antisemitismus waren Bestandteil des öffentlichen Lebens und sie wurden von Partei und Regierung konsequent geheim gehalten, die Ursachen dafür geleugnet und verdrängt oder dem Einfluss des Westens zugerechnet. Oder es wurden die Opfer selbst dafür verantwortlich gemacht. die folgen dieser Politik sind bis heute in den neuen Bundesländern nichr nur spürbar. Im Gegenteil: rechtes Denken veröffentlicht sich inzwischen lautstark und ohne Ressentiments. (Textquelle: DNT)

Dr. Harry Waibel, Historiker und Publizist, hat sich in seiner Forschungsarbeit u.a. diesem Thema gewidmet und wird seine Recherchen im DNT vorstellen.

Termin // Dienstag, 27.9.2016, 20 Uhr, DNT, Foyer, Theaterplatz 2, 99423 Weimar
Veranstalter
// Eine Kooperationsveranstaltung zwischen dem Deutschen Nationaltheater Weimar und dem Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus Weimar
Ausschlussklausel // Entsprechend § 6 Absatz 1 Versammlungsgesetz sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Veranstaltung ausgeschlossen.

BgR-Plenum zu Protesten am 2. Oktober

Liebe Mitstreiter*innen, angekündigt hatten wir es bereits in der letzten Rundmail, nun möchen wir euch zu unserem nächsten BgR-Treffen einladen. Dieses wird sich hauptsächlich mit der Organisation der Proteste gegen den für den 2. Oktober angemeldeten Aufmarsch von Neonazis der Partei „Die Rechte“ beschäftigen. Wir würden uns freuen, wenn ihr zahlreich teilnehmt und auch vielleicht schon eigene Ideen mitbringt :)

Termin // Montag(!), 12.9.2016, 18–20 Uhr, Jugend- und Kulturzentrum mon ami, Goetheplatz 11, 99423 Weimar
Ausschlussklausel
// Entsprechend § 6 Absatz 1 Versammlungsgesetz sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Veranstaltung ausgeschlossen.

Fahrradtour wider das Vergessen 2016

Gedenken an den Beginn des Zweiten Weltkrieges vor 77 Jahren — 1.9.1939–1.9.2016

Am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg, an dessen Ende ­Millionen Tote zu beklagen ­waren. Ein Teil des mörderischen Systems waren die Konzen­trations­lager, so auch das KZ ­Buchenwald. Von hier aus wurden, um Spuren zu verwischen, zehntausende Häftlinge in ­Gewalt­märschen u. a. bis in das weit über 200 Kilometer entfernte Flossen­bürg getrieben. Viele Tausende ­überlebten diese ­Märsche nicht. An sie und an die Über­lebenden wollen wir erinnern. An den ­Gedenkstelen in Weimar, Bad Berka, Tannroda und Kranichfeld. Beginnend an der Stele Kreuzung Etters­burger, Ecke Rießnerstraße in Weimar.

Termin // Samstag, 3.9.016, Treff: 10 Uhr, Kreuzung Todesmarsch-Gedenkstele, Kreuzung Ettersburger, Ecke Rießnerstraße

Buchvorstellung am 7. April – Erich Hackl: „Drei tränenlose Geschichten“

Drei Geschichten, die sich an Fotografien entzünden und diese doch übertreffen, denn sie machen das Abgebildete wieder lebendig. Die eine Geschichte schildert eine Begegnung mit dem Fotografen Wilhelm Brasse, der lieber Pole als „reichsdeutscher Arier“ sein wollte und dafür ins KZ kam. Als „Lagerfotograf“ hielt er das Grauen von Auschwitz in Abertausenden von Fotos fest. Eines davon ging um die Welt.

Die Aufnahme der jüdischen Großfamilie Klagsbrunn aus dem Jahr 1904 und was von ihr auf unsere Gegenwart gekommen ist: zwei Verfolgungsgeschichten – eine, die von der Wiener Vorstadt Floridsdorf bis nach Rio de Janeiro reicht, und die andere, die von dort über viele Stationen nach Berlin und wieder zurück nach Brasilien führt.

Was lässt sich von einem unscheinbaren Straßenschild ablesen, das den Namen der österreichischen Widerstandskämpferin Gisela Tschofenig trägt? Wer bewahrt, was sie an Hoffnung und Glücksversprechen verkörpert hat, und macht schmerzhafte Erinnerungsbilder erträglich? Drei berührende Erzählungen.

Erich Hackl, geboren 1954 in Steyr, hat Germanistik und Hispanistik studiert und ist seit 1983 freier Schriftsteller und Übersetzer. Seinen Erzählungen, die in 25 Sprachen übersetzt wurden, liegen authentische Fälle zugrunde. Er wurde unter anderem 2002 mit dem Solothurner Literaturpreis für sein Gesamtwerk ausgezeichnet. „Auroras Anlaß“ und „Abschied von Sidonie“ sind in Österreich Schullektüre. Weitere Veröffentlichungen u.a.: „Die Hochzeit von Auschwitz. Eine Begebenheit“, „Familie Salzmann. Erzählung aus unserer Mitte“. Gerade hat er die Anthologie „Soweit uns Spaniens Hoffnung trug. Erzählungen und Berichte aus dem Spanischen Bürgerkrieg“ herausgegeben.

Termin // Donnerstag, 7.4.2016, 19.30 Uhr, Weimar, Stadtbücherei, Steubenstraße 1
Moderation // Peter Reif-Spirek (LZT)
Veranstalter // Landeszentrale für politische Bildung Thüringen
Ausschlussklausel // Entsprechend § 6 Absatz 1 Versammlungsgesetz sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Veranstaltung ausgeschlossen.

Podiumsdiskussion zu Pro und Kontra NPD-Verbot

Foto: Uta Kühne (weimar GmbH)

Die NPD verbieten – ein starkes Zeichen gegen den Rechtsextremismus oder „deutsches Staatstheater“? Unter dieser Überschrift diskutieren am 15. März 2016 um 19 Uhr im Jugend- und Kulturzentrum mon ami Weimar Gäste zum Für und Wider eines Verbots der rechtsradikalen Partei NPD.

Im März verhandelt das Bundesverfassungsgericht erneut über ein Parteienverbot gegen die NPD. Bereits 2001 hatte die damalige Bundesregierung unter Gerhard Schröder versucht, die NPD für verfassungswidrig erklären zu lassen. Der Bundesrat und der Bundestag stellten ebenfalls Verbotsanträge. Das Vorhaben scheiterte allerdings 2003 „aus Verfahrensgründen“, da V-Leute des Verfassungsschutzes gleichzeitig in der Führungsriege der Partei aktiv waren. Der neue Verbotsantrag wurde im Dezember 2013 durch den Bundesrat gestellt. Das Land Thüringen unterstützt diesen Antrag. Bundestag und Bundesregierung hatten sich jedoch dem Antrag der Länderkammer nicht angeschlossen.

Im Grundgesetz gibt es hohe Hürden für das Verbot von Parteien, sie stehen unter besonderem Schutz der Verfassung. Nach Artikel 21 wirken sie „bei der politischen Willensbildung des Volkes mit“. Voraussetzung für ein Verbot ist, dass die Partei „nach ihren Zielen oder nach dem Verhalten ihrer Anhänger“ beabsichtigt, „die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen oder den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu gefährden“. Seit Gründung der Bundesrepublik gab es erst zwei Parteiverbote: 1952 traf es die rechtsextreme Sozialistische Reichspartei (SRP), 1956 verbot das Verfassungsgericht die KPD.

Wir wollen Sie zu einer Diskussion über das erneute Verbotsverfahren gegen die NPD einladen. Ist dieses Verfahren ein starkes Signal gegen rechts, das die Zivilgesellschaft ermutigt? Brauchen wir ein Parteienverbot, um dem Rechtsextremismus Grenzen zu setzen? (Textquelle)

Termin // Dienstag, 15.3.2016, 19 Uhr, Jugend- und Kulturzentrum mon ami, Goetheplatz 11, 99423 Weimar, oberer Saal
Podiumsgäste
// Dr. Holger Poppenhäger (Thüringer Minister für Inneres und Kommunales), Dr. Horst Meier (Autor und Jurist. Er promovierte über die Verbotsurteile gegen SRP und KPD und veröffentlichte 2005 das Buch „Verbot der NPD – ein deutsches Staatstheater“.), Prof. Dr. Volkhard Knigge (Historiker und Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora)
Moderation
// Peter Reif-Spirek · stellv. Leiter der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen
Veranstalter
// Eine Kooperationsveranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen und der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora.
Ausschlussklausel
// Entsprechend § 6 Absatz 1 Versammlungsgesetz sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Veranstaltung ausgeschlossen.

Let’s Talk About NSU – „Der Kuaför aus der Keußstraße“

Vorpremiere des Dok-Films über den NSU-Nagelbomben-Anschlag in Köln

In Kooperation mit dem Lichthaus-Kino zeigt das DNT exklusiv die Vorpremiere des Dok-Films von Andreas Maus. Er erzählt die Geschichte des Nagelbomben­anschlags vor Özcan Yildirims Frisör in der Kölner Keupstraße am 9. Juni 2004. Ein dramatischer Fall der Verwechslung von Opfern mit Tätern: Während 7 Jahren wurden die Bewohner der Keupstraße, eine Community mit migrantischem Hintergrund, von der Polizei als Verdächtige observiert und in die Mangel genommen. Erst sieben Jahre später wurden die wirklichen – aus Thüringen stammenden – rechtsterro­ristischen Täter des NSU enttarnt. Im Anschluss an den Film findet eine Diskussion mit dem Regisseur und einem Opfer des Anschlags statt.

Termin // 17.2.2016, 19 Uhr, Lichthaus-Kino, Weimar, Eintritt frei
Gäste // Andreas Maus (Regisseur) und Abdullah Özkan (Keupstraße)
Moderation // Julie Paucker (DNT) und Peter Reif-Spirek (LZT)
Veranstalter // Deutsches Nationaltheater Weimar in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen mit Unterstützung der Sparkasse Mittelthüringen

(Quelle: www.nationaltheater-weimar.de)

Ende Gelände? Das Areal der Viehauktionshalle und die Suche nach einem würdigen Gedenkort – Update

Wir, das Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus Weimar, laden – Achtung!, neuer Termin – am Montag, den 29. Juni (statt 15. Juni) zu einer Podiumsdiskussion ins Deutsche Nationaltheater ein. Unser Thema wird die Diskussion um die Einrichtung eines Gedenkortes an historischer Stelle auf dem Areal der niedergebrannten Viehauktionshalle im Weimarer Norden sein.

Podiumsgäste
– Sigrid Hebestreit (Vorstandsmitglied Konsumgenossenschaft Weimar)
– Stefan Wolf (Oberbürgermeister der Stadt Weimar)
– Rikola-Gunnar Lüttgenau (Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora)
– Elke Harjes-Ecker (Thüringer Staatskanzlei)
– Dr. Marta Doehler-Behzadi (Internationale Bauausstellung, IBA; angefragt)
– Thorsten Büker (TLZ, Moderation)

Dr.-Ing. Christian Müller, Ingenieurbüro für Tragwerksplanung Berlin, ehem. Dozent Tragwerkskonstruktion an der Fakultärt Bauingenieurwesenan der Bauhaus-Universität Weimar, wird sich in einem kurzen Input zur Konstruktionsgeschichte der Viehauktionshalle sowie zur Denkmalrelevanz als Industriebaudenkmal mit einer einzigartigen Holzfachwerkträgerkonstruk<wbr />tion äußern.

Die Sprecher*innen des Bürgerbündnisses gegen Rechtsextremismus haben vor einigen Wochen einen Offenen Brief veröffentlicht, der sich für einen Gedenkort an der Stelle der durch Brandstiftung zerstörten Viehauktionshalle ausspricht. Seitdem sehen wir es als unsere Aufgabe, alle hierfür wichtigen Partner miteinander ins Gespräch zu bringen. Dies geschieht auch bereits – bedingt durch den durch Gutachter geforderten zeitnahen Abriss der letzten Ruinenteile. Die Konsumgenossenschaft als Eigentümerin der Fläche sieht sich hier zum Handeln gezwungen, hat aber parallel Unterstützung für die Errichtung eines wie auch immer gearteten Gedenkortes angedeutet.

Wir als BgR möchten verhindern, dass ein Abriss einer weiteren Debatte ein zu schnelles Ende bereitet und vollendete Tatsachen schafft.

Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, diese Diskussion in die breite Öffentlichkeit zu holen und mit den Bürger*innen gemeinsam zu beraten, wie an dieser Stelle – an der vor über 70 Jahren die Deportationen der Thüringer Juden begann – ein würdiger Ort des Gedenkens entstehen kann.

Die menschlichen Zeitzeugen gehen, wir müssen uns dafür einsetzen, dass die Sachzeugnisse dieses schrecklichen Kapitels deutscher Geschichte bewahrt werden.

Termin // Montag, 29.6.2015, 19 Uhr, Deutsches Nationaltheater, Foyer, 1. Etage, Theaterplatz, Weimar
Veranstalter // Eine Veranstaltung des Bürgerbündnisses gegen Rechtsextremismus Weimar
Ausschlussklausel // Entsprechend § 6 Absatz 1 Versammlungsgesetz sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Veranstaltung ausgeschlossen.

Infoveranstaltung zum Thema Versammlungsrecht

Aus aktuellem Anlass – die anstehenden Proteste gegen den vom Neonazi Michel Fischer angemeldeten „Trauermarsch“ – bieten wir am Montag, den 19. Januar, 19(!) Uhr, eine Informationsveranstaltung zum Thema Versammlungsrecht an.

Diese wird in der Volkshochschule, Graben 6, stattfinden. Als sachkundiger Experte wird Steffen Dittes unser Gast sein, der auch Autor der von MOBIT herausgegebenen Broschur zum Thema ist. Diese kann als PDF auf unserer Internetseite www.bgr-weimar.de auch hieruntergeladen werden.

Termin // Montag, 19.1.2015, 19 Uhr, Volkshochschule Weimar, Graben 6, Raum 3.05
Infos // Weitere und aktuelle Informationen erhaltet ihr über die bei Facebook angelegte Veranstaltung.
Ausschlussklausel // Entsprechend § 6 Absatz 1 Versammlungsgesetz sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Veranstaltung ausgeschlossen.

Aktuell

 

 

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Sa, 27.01.24, 14 Uhr

Theaterplatz, Weimar

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