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Rechtsextremismus
und Zivilgesellschaft
in Deutschland, Thüringen,
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November 2018 in Weimar – Gemeinsames Gedenken an 100 Jahre Novemberrevolution und 80 Jahre Reichspogromnacht

Die Kulturdirektion der Stadt Weimar hat gemeinsam mit dem Weimarer Republik e.V. und mit der Unterstützung unseres Bürgerbündnisses gegen Rechtsextremismus Weimar ein umfangreiches, spannendes und interessantes Veranstaltungsprogramm auf die Beine gestellt, welches wir euch hier in Auszügen vorstellen möchten. Eine Broschüre (PDF) senden wir auf Nachfrage gerne zu. Sie ist gedruckt mindestens auch in der Tourist-Information und im Rathaus erhältlich.

„… und die Katastrophe kam.“
Texte und Musik von und zu Erich Kästner

Johannes Göbel (Rezitation) und Martin Mock (Vertonung/Gesang) setzen in ihrem Programm einen inneren Dialog Kästners in Gang, indem sie seinen Tagebuchnotizen aus der Endphase des Zweiten Weltkrieges auszugsweise vertonte Gedichte des Autors der Jahre 1929–1947 gegenüberstellen: Seine luziden Beobachtungen, Appelle, Mahnungen treffen auf sich wiederholende Realitäten und sind unverändert aktuell.

Termin // 7.11.2018, 19.30 Uhr, Jugend- und Kulturzentrum mon ami, Goetheplatz 11
Eintritt // Eintritt frei
Veranstalter
// Eine Veranstaltung der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau Dora

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Inklusion & Geflüchtete III
Migration und Antisemitismus als Herausforderungen der Politischen Bildung

Was heißt politische Bildung in Zeiten, in denen nationalistisch-populistische Strömungen in Europa allgemein Zulauf haben? Was heißt Bildung von und mit Geflüchteten in Zeiten, in denen auch hierzulande der Streit über Zuwanderung oder Abschottung anhält? Was heißt es, in einer Gesellschaft zu leben, in der sowohl antimuslimischer Rassismus als auch Antisemitismus keine Randerscheinungen sind? Besonders 80 Jahre nach der gescheiterten Konferenz von Evian sowie der „Novemberpogrome“ von 1938 kann und muss diesen Fragen eine (neue) Aufmerksamkeit geschenkt werden. Die Tagung richtet sie sich nicht nur an die Fachöffentlichkeit, sondern auch an Interessierte aus der Zivilgesellschaft.

Termin // 8.+9.11.2018, Stiftung Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar, Jenaer Straße 2–4
Eintritt // Die Teilnahme ist kostenlos.
Infos // Telefon: 03643 827-141

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Führungen zu Stolpersteinen
in der Stadt Weimar durch Mitglieder des Vereins Lernort Weimar

Seit 2007 werden durch die Initiative von Lernort Weimar in der Stadt Stolpersteine verlegt. Sie erinnern an Bürgerinnen und Bürger, die im Nationalsozialismus verfolgt und/oder ermordet wurden. Während der Führungen zu einigen dieser in Weimar verlegtenStolpersteine werden die Lebenswege der Menschen, für die die Steine verlegt wurden, erzählt. Dabei soll es vor allem um jene gehen, die von den Novemberpogromen 1938 direkt betroffen waren. Die Teilnahme an den Führungen ist für Interessierte kostenfrei. Während der Führung reinigen wir die Stolpersteine und gedenken der Opfer der Novemberpogrome.

Termin // 8.11.2018, 11.00 Uhr und 15.00 Uhr
Eintritt // Die Teilnahme ist kostenlos.
Infos // www.lernort-weimar.de, siehe auch Karte im Umschlag (des gedruckten Heftes)

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„Shoa“ – Teil 1
Einführung Dr. Marc Sagnol, Leiter des französischen Kulturbüros in Thüringen

Der französische Filmemacher Claude Lanzmann legte Mitte der 80er Jahre mit „Shoa“ eine der radikalsten und umfassendsten Filmarbeiten über die Vernichtung des europäischen Judentums im Nationalsozialismus vor. Elf Jahre lang reiste der Filmemacher durch Europa und sprach mit Zeitzeugen des Holocaust – mit Opfern und Tätern.

Termin // 8.11.2018, 18.00 Uhr, Kino mon ami, Goetheplatz 11
Eintritt // Eintritt frei
Infos // „Shoa“, F 1985, Regie: Claude Lanzmann, 300 min, OmU, digital restaurierte Fassung

Veranstalter // Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Kino mon ami, der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen und Institut Francais en Thuringe

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Führung zu Stätten jüdischer Geschichte in Buchenwald

Termin // 9.11.2018, 12.30 Uhr, Gedenkstätte Buchenwald, Besucherinformation

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Gedenkfeier in Erinnerung an die 9.845 nach Buchenwald verschleppten jüdischen Männer
Begrüßung Prof. Dr. Volkhard Knigge, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora

Aus Biographien und Erinnerungen Hannah Heitzer (Deutschland), Olha Martyniuk (Ukraine), Constance Py-Fauvet (Frankreich), Stina Ulbrich, Lena Warnken (Deutschland), Internationale Freiwillige in der Gedenkstätte Buchenwald
Ansprache Stephan J. Kramer, Präsident des Amtes für Verfassungsschutz Thüringen; Kaddisch, Alexander Nachama, Landesrabbiner der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen; Kranzniederlegung

Termin // 9.11.2018, 14.30 Uhr, Gedenkstätte Buchenwald, Gedenkstein für die Opfer des Pogroms und des jüdischen Sonderlagers

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Friedensgebet am Nagelkreuz von Coventry

Termin // 9.11.2018, 17.00 Uhr, Stadtkirche „St. Peter und Paul“ (Herderkirche), Herderplatz

anschließend – Gedenkweg von der Herderkirche über den Marstall zum jüdischen Friedhof

Pogromgedenken

Termin // 9.11.2018, 18.00 Uhr, Jüdischer Friedhof, Leibnitzallee

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„Shoa“ – Teil 2

Auch im zweiten Teil der neunstündigen Dokumentation verzichtet Claude Lanzmann auf jegliche Form des Kommentars und vor allem auf historisches Archivmaterial. Im Mittelpunkt stehen nicht die Dokumente der Vergangenheit, sondern die Gegenwärtigkeit des Erinnerns. Lanzmann besuchte die Orte der Vernichtung, Chelmno, Belzec, Sobibor, Treblinka, Auschwitz und fand Orte vor, über die Gras gewachsen war. Ohne chronologische Anordnung und bewusst fragmentarisch präsentiert, ergeben die Interviews ein subtil gewobenes Geflecht ineinander verschränkter Perspektiven auf das Unbegreifliche.

Termin // 9.11.2018, 19.00 Uhr, Kino mon ami, Goetheplatz 11
Eintritt // Eintritt frei
Infos // „Shoa“, F 1985, Regie: Claude Lanzmann, 300 min, OmU, digital restaurierte Fassung
Veranstalter // Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Kino mon ami, der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen und Institut Francais en Thuringe

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„Der große Krieg“ (Uraufführung)
Kantatengottesdienst zur Eröffnung der Friedensdekade, mit dem Kammerchor Hochschule für Musik „Franz Liszt“

Termin // 11.11.2018, 10.00 Uhr, Stadtkirche „St. Peter und Paul“, Herderplatz

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„Der Reisende“ von Ulrich Alexander Boschwitz
Lesung mit dem Schauspieler Thomas Sarbacher und dem Herausgeber Peter Graf

Der jüdische Kaufmann Otto Silbermann, ein angesehenes Mitglied der Gesellschaft, wird in Folge der Novemberpogrome aus seiner Wohnung vertrieben und um sein Geschäft gebracht. Mit einer Aktentasche voll Geld, das er vor den Häschern des Naziregimes retten konnte, reist er ziellos umher. Zunächst glaubt er noch, ins Ausland fliehen zu können. Sein Versuch, illegal die Grenze zu überqueren, scheitert jedoch. Also nimmt er Zuflucht in der Reichsbahn, verbringt seine Tage in Zügen, auf Bahnsteigen, in Bahnhofsrestaurants. Er trifft auf Flüchtlinge und Nazis, auf gute wie auf schlechte Menschen. Noch nie hat man die Atmosphäre im Deutschland dieser Zeit auf so unmittelbare Weise nachempfinden können. Denn in den Gesprächen, die Silbermann führt und mithört, spiegelt sich eindrücklich die schreckenerregende Lebenswirklichkeit jener Tage.

Ulrich Alexander Boschwitz, geboren am 19. April 1915 in Berlin, emigrierte 1935 gemeinsam mit seiner Mutter zunächst nach Skandinavien, wo sein erster Roman erschien. Der Erfolg ermöglichte ihm ein Studium an der Pariser Sorbonne. Während längerer Aufenthalte in Belgien und Luxemburg entstand „Der Reisende“, der 1939 in England und wenig später in den USA und in Frankreich veröffentlicht wurde. Kurz vor Kriegsbeginn wurde Boschwitz in England trotz seines jüdischen Hintergrunds als »enemy alien« interniert und nach Australien gebracht, wo er bis 1942 in einem Camp lebte. Auf der Rückreise wurde sein Schiff von einem deutschen U-Boot torpediert und ging unter. Boschwitz starb im Alter von 27 Jahren, sein letztes Manuskript sank wohl mit ihm.

Termin // 13.11.2018, 19.30 Uhr, Stadtbücherei, Steubenstraße 1
Eintritt // Eintritt frei
Veranstalter // Eine Veranstaltung der Kulturdirektion Weimar und der Stadtbücherei Weimar

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„Jetzt nach so viel’ Jahren“
Film und Gespräch mit Pavel Schnabel

Das oberhessische Dorf Rhina wurde vor 1933 zur Hälfte von Juden bewohnt, die später vertrieben oder verschleppt wurden. Die Filmemacher spüren jüdische Überlebende in New York auf, die sich voller Trauer, aber ohne Haß erinnern. Später spielen sie dieses Filmmaterial den heutigen Bewohnern von Rhina vor; das Ergebnis sind Ressentiments und wütende Ausfälle, man weist alle Schuld von sich. Eine außergewöhnliche Arbeit, die das Verdrängen als alltäglichen Mechanismus sichtbar macht.

Termin // 14.11.2018, 19.00 Uhr, Kino mon ami, Goetheplatz 11
Eintritt // 6,00 Euro, 5,00 Euro ermäßigt, 1,00 Euro Weimarpass
Infos // „Jetzt nach so viel’ Jahren“, D 1981, Regie: Harald Lüders, Pavel Schnabel, 60 min, digital restaurierte Fassung
Veranstalter // Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Kino mon ami und dem ACC zur Pavel-Schnabel-Retrospektive, mit Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen

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Gesamtveranstalter // Stadt Weimar, Kulturdirektion, Karl-Liebknecht-Straße 5, 99423 Weimar, Julia Miehe (Stadtkulturdirektorin), Redaktion: Angela Egli-Schmidt (Fachreferentin für Literatur); Weimarer Republik e.V., Jenaer Straße 4, 99425 Weimar, Stephan Zänker, Geschäftsführer, www.weimarer-republik.net
Förderung und Unterstützung // Gefördert durch Lottomittel der Thüringer Staatskanzlei. Unterstützt vom Weimarer Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus, www.bgr-weimar.de

Los geht’s: Neue Spendensammlung „Wir für Apolda“

Bitte unterstützt die Organisation der Proteste mit einer Spende. Vielen Dank!

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Per Überweisung
Förderkreis Integration Apolda e.V.
Verwendungszweck: Wir für Apolda
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#wirfürapolda #keinortfürnazis #spenden #danke

Erste Info-Veranstaltung des Bündnisses „Wir für Apolda“ am Dienstag in Apolda

Am 5. und 6. Oktober wollen Neonazis in Apolda ein Rechtsrock-Konzert durchführen. Im letzten Jahr kamen für die vorherige Veranstaltung 6.000 Rechte zusammen und bildeten somit Europas größtes rechtes Festival.

Die Veranstaltung war ursprünglich für Ende August in Mattstedt geplant, wurde dort aber in letzter Minute verhindert.

Das neonazistische Hasskonzert darf auch in Apolda nicht unwidersprochen bleiben, denn es ist nicht einfach „nur“ ein Konzert: Neonazis verbreiten mit diesen Veranstaltung ihre menschenverachtende Ideologie.

Mit dieser Info-Veranstaltung wollen wir darüber informieren, was an dem Tag in Apolda zu erwarten ist und wo man sich den Gegenprotesten am besten anschließen kann.

Termin // Dienstag, 11.9.2018, 19 Uhr, Mehrgenerationenhaus, Dornburger Straße 14, Apolda
Infos // Facebook-Veranstaltung
Ausschlussklausel // Entsprechend § 6 Absatz 1 Versammlungsgesetz sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Veranstaltung ausgeschlossen.

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