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Verein zur Förderung von Demokratie und Toleranz e.V. Weimar und Weimarer Land
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Vorschau der Anti - AfD-Ausstellung "Keine Alternative"

Wissenswertes

Rechtsextremismus
und Zivilgesellschaft
in Deutschland, Thüringen,
Weimar und Weimarer Land

Netzwerk Antirassismus Weimar

Das Netzwerk Antirassismus Weimar (in Gründung) ist ein Zusammenschluss von Migrant*innen, Black, Indigenous and People of Colour, internationalen Student*innen und anderen von Rassismus betroffenenen Menschen sowie Unterstützer*innen aus der Zivilgesellschaft in Weimar.

Ziele des Netzwerkes sind das Sichtbarmachen von (Alltags)rassismus, das Schaffen einer Beratungsstelle und Unterstützungsangeboten für Betroffene von rassistischen Ausgrenzungen und Übergriffen in Weimar sowie die Förderung von antirassistischer Bildung in allen gesellschaftlichen Bereichen.

Alle Unterstützer*innen sind aufgerufen, sich an der antirassistischen Arbeit des Netzwerks zu beteiligen.
Meldet Euch unter: antira-netzwerk-weimar@riseup.net

Network Anti-Racism Weimar
The Network Anti-Racism Weimar (which is still in the course of formation) is an association of migrants, international students, Black and Indigenous people, People of Color, and other groups affected by racism, as well as of allies from Weimar’s civil society.

The network aims: (1) to make (everyday) racism visible; (2) to set up an office with counselling and support services for people affected by racist attacks and forms of discrimination or exclusion; and (3) to support anti-racist education in all areas of society.

We call on all allies to join the network and to support its anti-racist work.
You can reach us at: antira-netzwerk-weimar@riseup.net

Offener Brief an Polizei und Staatsanwaltschaft Thüringen, die Stadt Erfurt und die Stadt Weimar

Das Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus Weimar verurteilt die wiederholten brutalen rechtsextremen Übergriffe auf Migranten in Erfurt.

Thüringen hat eine traurige Tradition rechtsextremer Gewalttaten gegen MigrantInnen, die häufig im Umfeld von rechten Szenetreffs ausgehen.

Es ist für uns unfassbar, dass die mutmaßlichen TäterInnen am nächsten Tag wieder frei durch Erfurter spazieren können und damit der Angstraum für viele dort lebende MigrantInnen erhalten bleibt.

Auch in Weimar sind rassistische Beleidigungen, Ausgrenzungen und Übergriffe – für die breite Öffentlichkeit meist unbemerkt – an der Tagesordnung.

Die Betroffenen fühlen sich nach eigenen Aussagen hilflos und resigniert, es fehlen Ansprechpartner, die ihre Erlebnisse ernst nehmen und Unterstützung anbieten.

Wir fordern Polizei und Staatsanwaltschaft auf 

  • MigrantInnen besonders an bekannten Brennpunkten besseren Schutz zu gewährleisten.

  • den Ermittlungen zu den Übergriffen höchste Priorität einzuräumen.

  • die mutmaßlichen TäterInnen nach erfolgten Ermittlungen schnellstmöglich vor Gericht zu stellen.

Wir fordern die Stadt Erfurt auf

ihr eigenes Integrationskonzept ernst zu nehmen, in dem es u.a. heißt: „Erfurt betrachtet die Integration der Menschen mit Migrationshintergrund und die Gestaltung eines konfliktarmen Zusammenlebens in gegenseitigem Respekt als eine gesamtgesellschaftliche Dauer- und Querschnittsaufgabe nachhaltiger Stadtentwicklung, die alle Bereiche kommunalen Handelns einschließt“.

sich mit den Opfern der Übergriffe öffentlich zu solidarisieren und ihnen praktische und mentale Hilfe anzubieten.

Wir begrüßen, dass der berüchtigte Verein „Neue Stärke Erfurt“ das Objekt am Herrenberg verlassen muss.  

Wir fordern die Stadt Weimar auf

  • ein bereits seit 2016 von StadträtInnen und der Zivilgesellschaft gefordertes Integrationskonzept zu entwickeln.

  • eine ebenfalls seit längerer Zeit geforderte unabhängige Stelle einzurichten, an die sich Opfer rassistischer Benachteiligungen, Beleidigungen und Übergriffe wenden können, die die Vorfälle dokumentiert und den Betroffenen Unterstützung anbietet.  

Uns als Bürgerbündnis liegt es fern, Polizei und Verwaltungen pauschal anzuprangern.

Das strukturelle Problem liegt in unserer Wahrnehmung jedoch darin, dass sowohl wir als auch die Verantwortungsträger nicht unmittelbar betroffen sind.

Daher unterschätzen wir, wie häufig, heftig und existenziell bedrohlich Diskriminierungen und Angriffe sind, die MigrantInnen und andere Minderheiten täglich erfahren. Hier bricht sich eine Verrohung Bahn, die unseren sozialen Frieden existenziell angreift.

Wenn Sie jetzt nicht mit Nachdruck handeln, steht unser demokratisches Gemeinwesen auf dem Spiel.

Eindeutig Stellung beziehen – klar handeln – jetzt!  

Der Sprecherrat

BgR-News / Rundbrief

Liebe Interessierte und Mitstreiter*innen,
 
Ehrendes Gedenken an Wolfgang Knappe

Am 8. Juli verstarb Wolfgang Knappe im Alter von 69 Jahren. Mit einer seiner Herzensanglegenheiten, der Wanderausstellung „Stéphane Hessel: Die Würde des Menschen“ erreichte er unzählige Menschen.
Das Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus Weimar gedenkt seiner in Dankbarkeit für seinen unermüdlichen Einsatz für Frieden, Gerechtigkeit und internationale Verständigung.

Eine "Erinnerung an Wolfgang Knappe" von Johannes Bock findet Ihr hier.


Kunstfest - „Gang nach Buchenwald“

Das Kunstfest Weimar sucht noch Jugendliche und Erwachsene jeden Alters, die sich auf unterschiedliche Weisen jenen Themen annähern, die mit dem »Gang nach Buchenwald« aufgerufen werden. Die Teilnehmer*innen kommen in regelmäßigen Treffen zusammen und beschäftigen sich mit der Geschichte Buchenwalds und ihrer aktuellen Bedeutung.
Nähere Informationen und Anmeldung unter: kunstfest-weimar.de/index.php
 

BgR-Radio

im September – so hoffen wir – können die Live-Sendungen des BgR-Radios bei Radio Lotte Weimar wieder starten. Wer Interesse am Radiomachen hat und die Arbeit unterstützen möchte, melde sich bitte unter weimar-gegen-rechts@web.de
 

Omas gegen rechts

Mitte Juli gründete sich eine Weimarer Initiative „Omas gegen rechts“.
Von Österreich ausgehend gibt es in deutschen Kommunen mittlerweile über 60 Gruppen. Ziel ist es, etwas gegen die zunehmenden rechtsextremen und rechtspopulistischen Tendenzen in der Gesellschaft zu unternehmern.

„Omas mit all ihrer Lebenserfahrung wollen mittun, sich einmischen. Gewaltfrei, auch deeskalierend bei Gegendemonstrationen wollen wir die Enkelgeneration unterstützen. Es soll niemals heißen: ´Oma, warum hast du nichts gegen die Nazis unternommen?´ Es geht uns um Wertevermittlung und um den eigenen Einsatz für den Erhalt unserer Demokratie" so Dr. Gisela Bock als eine der Initiatorinnen der Gruppe.
 
Die Weimarer „Omas gegen rechts“ möchten u.a. präventiv tätig werden; in den nächsten Woche werden sie ein Programm entwickeln, bei dem sich Kinder und Jugendliche spielerisch mit Themen wie Freiheit, Toleranz und friedliches Miteinander auseinandersetzen können.
Wer sich anschließen möchte, melde sich gern unter: omas-gegen-rechts-weimar@web.de Opas sind ebenso herzlich willkommen!

 
20 Jahre BgR – Save The Date!

Im März 2000 gründete sich nach unerträglichen rechtsextremen Übergriffen und Aufmärschen in den 1990er Jahren das Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus Weimar. Wir möchten dieses Jubiläum in einer festlichen Veranstaltung am Dienstag, dem 6. Oktober 2020, 19 Uhr, im mon ami begehen!
Neben kurzen Reden gibt es Rückblicke live und per Videobotschaften, Geschichten, Bilder und musilkalische Beiträge.

Die ursprünglich außerdem geplante Party verschieben wir coronabedingt auf das nächste Jahr.  

Viele Grüße!
Christine Schild für den Sprecherrat

 

 

 

Aktuell

 

BgR macht Kino:

Di 20. Oktober 2020, 19 Uhr, kino monami
Wer wir sein wollten

Film + Gespräch mit der Regisseurin
(am 5.11.2020, 19:30 auch im CineStar Weimar)

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