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Rechtsextremismus
und Zivilgesellschaft
in Deutschland, Thüringen,
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Das BgR solidarisiert sich mit Stadtjugendpfarrer Lothar König aus Jena

Am 10. August fand in Jena eine Soli-Demonstration für den Stadtjugendpfarrer Lothar König statt.

Dessen Büros wurden am selben Morgen von Einheiten sächsischer Beamter durchsucht, da gegen ihn wegen „Landfriedensbruch“ in Dresden am 19. Februar diesen Jahres ermittelt wird. Demokraten und AntifaschistInnen werden verfolgt als „Kriminelle Vereinigung“. Das dürfen wir nicht hinnehmen!

Trauer um Rudolf Brazda

Der letzte Überlebende Rosa-Winkel-Häftling ist tot.

Das BgR Weimar trauert um Rudolf Brazda. Er war von 1942 bis 1945 im Konzentrationslager inhaftiert und erlebte dort als einer der wenigen die Befreiung im April '45. Nun verstarb er 98-jährig in einem Altenheim in Frankreich, in welchem er seit Juni dieses Jahres lebte. Nun soll er neben seinem 2003 verstorbenen Lebensgefährten bestattet werden. Noch im letzten Jahr, 2010, war er Gast des CDS Thüringen und nahm am Gedenken für die Rosa-Winkel-Häftlinge in der Gedenkstätte Buchenwald teil. Erst kürzlich wurde Rudolf Brazda von Frankreichs Präsident Sarkozy mit dem Orden der Ehrenlegion ausgezeichnet.

Rudolf Brazda bei der Einweihung des Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen, Berlin 2008 (Foto: n-tv)

Dank allen AntifaschistInnen, welche die Proteste in Gera unterstützt haben!

Pressemitteilung des BgR zu den Protesten in Gera am Samstag, den 6. August 2011

Das Weimarer Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus wertet die Proteste gegen das so genannte „Rock für Deutschland“-Konzert am Samstag in Gera grundsätzlich als Erfolg. Cirka 400 Rechtsextrenisten schafften es auf den Veranstaltungsort des Hass-Konzertes, die Geraer Spielwiese. Die Proteste von rund 1.000 Menschen haben das Vorhaben der Nazis durch ihre friedlichen Blockaden erheblich verzögert, es konnte sogar erreicht werden, dass ein Großteil der angereisten Rechten nach kurzer Zeit wohl die Lust verlor und sich wieder unter Polizeischutz zum Bahnhof zurückeskortiert ließ.

Ein großer Dank gilt dem Geraer Aktionsbündnis gegen Rechts, welches allen Wiedrigkeiten zum Trotz diese Proteste organisiert hat. Bei aller Kritik und auch Reibungspunkten, die im Vorfeld eines solchen organisatorischen Vorhabens nicht wegzuwischen sind, so sind wir erleichtert, dass wir uns am Tag selber haben nicht auseinander dividieren lassen!
Ausdrücklich kritisch bewertet das BgR Weimar die Arbeit der Ordnungsbehörde der Stadt Gera. Der Eindruck drängt sich auf, dass mit allen Mitteln versucht wurde, den Nazis ihr „Ereignis“ zu genehmigen. Dem ausdrücklichen Dank an den Geraer OB steht die massive Kritik am Bürgermeister Hein gegenüber, welcher den Einsatz Vornehms für die Proteste ad absurdum zu führen schien.
Nicht nachzuvollziehen ist ebenso das Wegschauen vieler Geraer aber auch Thüringer Bürgerinnen und Bürger, welche trotz großer Mobilisierung über die Strukturen und die Presse die Engagierten an diesem Tag vor Ort im Stich ließen. Eine Nichtbeachtung neonazistischer Aktivitäten lässt diese nicht ungeschehen machen. Widerstand ist eine Pflicht und muss eine Sache aller werden.

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