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Rechtsextremismus
und Zivilgesellschaft
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Dank allen AntifaschistInnen, welche die Proteste in Gera unterstützt haben!

Pressemitteilung des BgR zu den Protesten in Gera am Samstag, den 6. August 2011

Das Weimarer Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus wertet die Proteste gegen das so genannte „Rock für Deutschland“-Konzert am Samstag in Gera grundsätzlich als Erfolg. Cirka 400 Rechtsextrenisten schafften es auf den Veranstaltungsort des Hass-Konzertes, die Geraer Spielwiese. Die Proteste von rund 1.000 Menschen haben das Vorhaben der Nazis durch ihre friedlichen Blockaden erheblich verzögert, es konnte sogar erreicht werden, dass ein Großteil der angereisten Rechten nach kurzer Zeit wohl die Lust verlor und sich wieder unter Polizeischutz zum Bahnhof zurückeskortiert ließ.

Ein großer Dank gilt dem Geraer Aktionsbündnis gegen Rechts, welches allen Wiedrigkeiten zum Trotz diese Proteste organisiert hat. Bei aller Kritik und auch Reibungspunkten, die im Vorfeld eines solchen organisatorischen Vorhabens nicht wegzuwischen sind, so sind wir erleichtert, dass wir uns am Tag selber haben nicht auseinander dividieren lassen!
Ausdrücklich kritisch bewertet das BgR Weimar die Arbeit der Ordnungsbehörde der Stadt Gera. Der Eindruck drängt sich auf, dass mit allen Mitteln versucht wurde, den Nazis ihr „Ereignis“ zu genehmigen. Dem ausdrücklichen Dank an den Geraer OB steht die massive Kritik am Bürgermeister Hein gegenüber, welcher den Einsatz Vornehms für die Proteste ad absurdum zu führen schien.
Nicht nachzuvollziehen ist ebenso das Wegschauen vieler Geraer aber auch Thüringer Bürgerinnen und Bürger, welche trotz großer Mobilisierung über die Strukturen und die Presse die Engagierten an diesem Tag vor Ort im Stich ließen. Eine Nichtbeachtung neonazistischer Aktivitäten lässt diese nicht ungeschehen machen. Widerstand ist eine Pflicht und muss eine Sache aller werden.

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